Sommer-Dinner 2019 in der Green Cookery Lounge® I simply smart dining

Endlich war es wieder soweit – das Green Cookery Lounge® I Sommer Dinner 2019 – fand just zum Sommeranfang statt.

Eine heitere Gruppe, die in ähnlicher Konstellation schon ein paarmal in der Green Cookery Lounge® zu Gast war, hatte schon frühzeitig angefragt, ob ich wieder für sie kochen würde – was ich sehr gerne mit JA beantwortete. Und so kamen dann 7 Gäste zum Sommeranfang in die Green Cookery Lounge®.  Es war gerade so warm, dass wir draußen auf der Terrasse sitzen konnten, erst spät an diesem Abend wurde es dann frisch, aber da waren auch schon alle satt und zufrieden, nach einem unbeschwerten und wie ich das Gefühl hatte auch kulinarisch gelungenen Abend.

Neuerungen in der Green Cookery Lounge® I simply smart dining

Vor einer Weile habe ich beschlossen ein paar Neuerungen in die Green Cookery Lounge® einzuführen.
Eine dieser Änderungen betrifft die Anmeldung. Es kostet mich sehr viel Zeit ein Dinner im Netz auszuschreiben und mich dann um die Anmeldungen, bzw. Absagen etc. zu kümmern. In dieser Zeit koche ich eigentlich lieber 😊. Aus diesem Grund öffne ich die Green Cookery Lounge® zwischenzeitlich nur noch auf konkrete Anfragen, die von Euch direkt an mich herangetragen werden.  Die Gruppe sollte aus mindestens 6 bis maximal 10 Personen bestehen. Gemeinsam suchen wir nach einem Termin und dann lege ich los.

Es gibt darüber hinaus eine weitere Änderung. Schon immer habe ich für das Menü eine Spende genommen, in einer Höhe, die ich vorher festgelegt habe. Zwischenzeitlich handhabe ich es so, dass jede*r Gästin/Gast soviel gibt, wie er/sie möchte oder kann. Den Geld-Betrag, der dabei zusammenkommt, spende ich an eine Organisation oder Projekte, die sich mit Themen wie Nahrungsmittelverschwendung, Nachhaltigkeit in Zusammenhang mit Kochen und Ernährung etc. auseinandersetzen.

Die Spenden meiner Gäste für dieses Mal kommen SlowFood Youth in Düsseldorf zugute. Ich bin der Überzeugung, dass wenn wir wirklich nachhaltig etwas verändern wollen, dann geht das nur über die jungen Menschen und deshalb habe ich mich dieses mal für SlowFood Youth entschieden.

So, nun aber zu den kulinarischen Aspekten des Sommer-Dinners 2019

Jede Saison hat ja ihre Highlights an Früchten und Gemüsen. Im Frühjahr sind es die ersten Kräuter und ganz frühen Gemüse, auf die man sich nach der Winterzeit so sehnt. Im frühen Sommer kann man dann endlich wieder aus dem Vollen schöpfen. Erstmals im Jahr ist es soweit, dass die Auswahl schier unerschöpflich ist und es kaum Begrenzungen gibt, welche Gemüse, Früchte und Kräuter ich zum Einsatz bringen könnte 😊.
Das ist Fluch und Segen zugleich, denn es gibt dann auch eine unerschöpfliche Auswahl und Möglichkeiten was man denn so auf den Tisch bringen könnte. Für mich ist es, egal welche Saison es gerade ist, stets eine große Freude mir zu überlegen, was ich denn meinen Gästen kredenzen kann. Dabei steht bei mir schon Kreativität im Vordergrund, aber gleichzeitig koche ich sehr gerne bodenständige-, traditionelle- und Arme-Leute Gerichte und nehme ebensolche Zutaten als Grundlage. Die Rezeptideen transferiere ich dann behutsam in die heutige Zeit.

Das Menü des Sommer-Dinner 2019  – das gab es diesmal in der Green Cookery Lounge

Einstimmung – Natursauerteig-Brot mit Kräuter-Quark und gesalzener Butter

Frisch gebackenes Natursauerteig-Brot

Ich backe etwa einmal in der Woche unser Brot selbst. Dabei habe ich vor vielen Jahren einen sogenannten Sauerteig angesetzt, den ich seither hege und pflege. So ein Sauerteig reift mit der Zeit und es entwickelt sich eine organische Mischung aus Milchsäurebakterien und Hefen, deren Vergärungs-Produkte das Brot erst so richtig gut und bekömmlich machen.

Frischkäse – selbstgemacht

Zu dem Bauernbrot gab es selbstgemachten Frischkäse mit frischen Kräutern aus meinem eigenen Anbau. Seit einer ganzen Weile mache ich Frischkäse selbst – das geht ganz einfach. Ich nehme ein Glas Bio-Naturjoghurt in das ich einen halben Teelöffel Salz einrühre. Den Joghurt lasse ich anschließend in einem Sieb, das ich mit einem Mulltuch oder großen Taschentuch ausgelegt habe etwa 18 Stunden abtropfen. Der Frischkäse wird dabei schön cremig und schmeckt super. Damit schlage ich mehrere Fliegen mit einer Klappe – ich spare Plastik- und Alu-Verpackung – Frischkäse gibt es leider nur so verpackt. Außerdem gewinne ich Molke und diese Molke nehme ich wiederum für mein Natursauerteig-Brot. Die Molke gibt noch einmal Aroma und erhöht zusätzlich die Bekömmlichkeit des Brotes.

Gesalzene Butter

Gesalzene Butter geht ganz einfach – frische Sauerrahm-Butter wird auf Zimmertemperatur gebracht und mit dem Schneebesen luftig aufgeschlagen. Anschließend wird zum Beispiel Fleur de Sel dazugegeben – fertig. Schmeckt riesig auf dem frisch gebackenen Brot.

Vorneweg – Eisgekühlte Gazpacho mit Gurken-Likör

Gazpacho eignet sich hervorragend für ein Menü mit vielen Gästen, denn sie muss am Tag davor vorbereitet werden, damit sie schön durchziehen und kalt serviert werden kann. Der Clou meiner Gazpacho ist der Gurken-Likör, der passt einfach genial dazu. Den Gurken-Likör kann man auch selber machen, aber ich habe einen geschenkt bekommen, der aus einer kleinen Manufaktur in Düsseldorf stammt. Das Rezept für die Gazpacho findet ihr unter diesem Link auf meiner My Cookery Log® I simply smart cooking Seite.

Zwischengang – Kartoffel-Praline gefüllt mit Giersch und Kräutern aus dem Garten auf würzigen Semmelbröseln

Mein persönliches Highlight des Menüs war tatsächlich die Kartoffel-Praline. Sie ist ein bisschen aufwändiger in der Zubereitung – dieser lohnt sich aber absolut. Das Rezept habe ich auch schon verbloggt – es findet sich hier. Die Füllung ist absolut variabel, ich habe mich für Giersch und ein paar Beikräuter entschieden – so verbrauche ich nämlich eine Menge von dem Giersch, der sich bei mir im Garten recht wohl fühlt und wächst und wächst …. Als Füllung kann man aber auch zum Beispiel Frühlingszwiebel – angeschwitzt mit getrockneten Tomaten nehmen oder, auch nicht schlecht schmeckt etwas von der Roten Zwiebelmarmelade aus diesem Rezept mit einem kleinen Stück Ziegenfrischkäse. Die aromatisierten und gerösteten Semmelbrösel dazu runden die Praline toll ab.

Hauptgang – Letscho – ganz langsam geschmorte Paprika, Tomaten & Zwiebeln

Endlich gibt es regionale Paprikaschoten und auch die Tomaten fangen an aromatisch zu schmecken. Letscho ist ein Gericht, das es in Osteuropa in vielen verschiedenen Varianten und Namen gibt, aber auch in der Wiener Küche wird Letscho gerne zubereitet. Der Trick ist, dass die Zutaten in einen Bräter geschichtet werden, dann kommt ein Deckel drauf und damit wird das Letscho bei niedrieger Temperatur im Backofen ganz langsam geschmort. Auch das Gericht am besten schon ein paar Tage im Voraus zubereiten und dann am Tag, wenn die Gäste kommen muss nur noch das Finish gemacht werden. Dazu das Letscho einfach ohne Deckel noch einmal für eine halbe Stunde ins Backrohr stellen – fertig. Durch das langsame schmoren wird das Gemüse fast karamellartig und entfaltet all ihr Aroma.

Nachspeise

Das schöne an meinen Gästen ist, dass sie so eine Freude am Essen haben und auch am Ende eines ausgedehnten Menüs noch Platz für eine Nachspeise zum Genießen haben.

Es gab ein Krokant-Parfait – mit Joghurt-Sahne Nockerl – beides super easy gemacht mit Mandel-Madeleines und der Jahreszeit entsprechend frische Erdbeeren.

Für das Parfait werden zunächst Mandeln grob gehackt und diese dann in einen hellen Karamell eingerührt. Anschließend den Krokant auf ein geöltes Holzbrett transferieren und etwas abkühlen lassen. In der Zwischenzeit Sahne mit Zucker und einer Prise Salz steif schlagen. Die Sahne in eine mit Pergamentpapier ausgelegte Form füllen, den grob gehackten, aber noch leicht warmen Krokant darüber streuen und mit einer Gabel vorsichtig unter die Sahne ziehen. Die Form verschließen und über Nacht in das Gefrierfach stellen.

Für die Joghurt-Sahne Nockerl beide Zutaten mit etwas Zucker verrühren. In einem Sieb mit einem Mulltuch ausgelegt, ebenfalls über Nacht abtropfen lassen. Danach lassen sich prima Nockerln davon abstechen. Die Molke, die dabei entsteht übrigens nicht wegwerfen, sie kann man gut in einen Smoothie oder ins Müsli mit frischen Früchten mischen – schmeckt sehr gut und ist sehr bekömmlich. Die genauen Zubereitungsanleitungen für die Nachspeise wird es demnächst auf My Cookery Log® I simply smart cooking geben.

Ein sehr heiterer Abend in der Green Cookery Lounge® fand seinen Ausklang mit einem Espresso und den letzten Mandel-Madeleines. Ich wars zufrieden und ich glaube meine Gäste waren es auch 😊.

Wenn nun jemand nun Lust bekommen hat mit ein paar Freunden die Green Cookery Lounge® I simply smart dining zu besuchen, freue ich mich sehr. Anmeldungen für das Herbst/Winter-Dinner nehme ich gerne ab Ende September entgegen.

Herzlich Eure, Carmen Green Cookery Lounge® I simply smart dining

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